die ausstellung „monochrom bastard“ fand im dezember 2002 in der kantine der österreichischen nationalbibliothek statt. drei verschiedene objektarten beschäftigten sich mit dem monochromen bildbegriff. ein lichtobjekt, welches vormals mit „doublement in monochroment“ bezeichnet wurde, normobjekte in der größe 1.05 mal 1.05, bei denen die beliebigkeit der reihung eine rolle spielt und welche mit „monochrome additive“ bezeichnet werden und des weiteren objekte in den unterschiedlichsten formaten. jede arbeit ist kunstkritische essenz. unter der bedingung auf leinwand bzw. mollino aufgetragen zu sein, täuschen die farben schwere und das material skulpturencharakter vor, die oberflächenstrukturen entstehen beschränkt zufällig aufgrund der trägersubstanz. die rahmung ist einheitlich mit l-profilrahmen und soll ebenfalls den seriellen charakter hervorheben. die leinwand ist ein indiz dafür, dass kritik an der malerei geübt wird, der gestus wird nicht unmittelbar durch farbe, sondern durch material erzeugt, welches eigenwilligkeit besitzt und in zusammenarbeit mit einem chemiker weiterentwickelt wurde. in den „monochrom bastards“ manifestiert sich das wissen und wollen des vorsatzes, die absichtlichkeit. basierend auf den 4 „spazialistischen manifesten“ fontanas überwindet nicht der schnitt die grenze zwischen malerei und skulptur, sondern das aufgetragene material.

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